Regattastart auf dem Strom

Bei günstigem Wind kann auf dem Rhein auch stromauf gesegelt werden, Regatten werden jedoch immer stromab gestartet.

Taktik:

Der Rhein strömt, je nach Pegelstand, mit einer Geschwindigkeit von 4-6 km/Std. Faustregel: Der Rhein strömt ca. 100m/Minute. In der Mitte und in den Außenbögen ist die Strömung am stärksten, hier erhält ein Boot das größte Plus zusätzlich zur eigenen Fahrt. In den Innenbögen findet sich die kürzeste Strecke, was bei frischem Wind und für schnelle Boote vorteilhaft ist. Wichtig: Die Berufsschifffahrt hat immer Vorfahrt!

Der Start

Die Boote sind, je nach Klasse, in unterschiedliche Startgruppen eingeteilt, die im Abstand von 5 Minuten an den Start gehen. Die Startlinie wird über 2 gelbe Flaggen oder Tafeln am Ufer gepeilt. Das Starten im Strom erfordert exakte Planung und Erfahrung und bedeutet Nervenkitzel für Regattateilnehmer und Zuschauer.

Wind vom Ufer her oder stromauf: Die Crews halten ihre Boote gegen die Strömung und drehen kurz vor dem Startschuss stromab, um mit voller Fahrt auf die Linie zu zusegeln.

Wind stromab: Die Boote starten aus dem Hafen heraus, um rechtzeitig an der Linie zu sein.

Wer beim Starten zu gewagt kalkuliert, riskiert schnell einen "Frühstart" und muss als Handicap aufdrehen und alle Konkurrenten vorbeilassen. Von erfahrenen Steuerleuten jedoch immer wieder erreicht: der sog. "Nullstart"- genau mit dem Startschuss in voller Fahrt über die Linie!

Das Ziel

Die Ziellinie wird über am Ufer stehende Flaggen oder Tafeln gepeilt.
Regattasegeln auf dem Rhein - das ganz besondere Erlebnis.